JU-87-B STUKA - 3D-Modellumsetzung
St. Stoske, A. Reichenbach

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Vorbereitung
4. Vektorisierung

Die Vektorisierung wird mit dem Programm FreeHand ausgeführt. Die Bilder der Formen werden einzeln oder in Gruppen importiert und auf eine geschützte Hintergrundebene gelegt.

Die Größe der Formen ist nach wie vor unverändert und entspricht maßtechnisch immer noch 1:1 der gescannten Vorlage.

Mit Hilfslinien werden alle erkennbaren Geraden und äußeren Grenzen der Form markiert, die als nächstes vektorisiert werden soll.

Die Vektorisierung selbst erfolgt nach klassischem Prinzip mit Beziér-Kurven.

Diese werden möglichst einfach, sauber und spannungsfrei aufgebaut, und bilden erstmal nur die Grundform nach. Aussparungen für Streben oder Spanten werden übergangen.

Im Uhrzeigersinn wird die Form also Punkt für Punkt nachgezeichnet, wobei nur sowenig Punkte wie möglich gesetzt werden, in der Regel nur dort wo in der Form auch ein erkennbarer Eck- oder Höhenpunkt existiert. Die Form hier z.B. benötigt nicht mehr als zehn Punkte.

Hier sind die Punkte und Tangenten verstärkt und rot hervorgehoben.

Anschliessend werden die Aussparungen erzeugt, indem entsprechend gedrehte Rechtecke aufgelegt werden.

Mit einer bool'schen Operation werden die Rechtecke dann von der Form abgezogen. Dabei entsteht der fertige Vektorzug dieses Bauteils.

Der Winkel der Rechtecke und wie weit sie die Form überlappen, wird ganz von der Vorlage bestimmt, auch wenn sie erkennbar ungenau ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Vektorisieren wird das auflösungsabhängige Bild in eine mathematische Definition übersetzt, damit wird das Medium der gespeicherten Daten verändert. Auch wenn die Form selbst noch ungenau ist, werden nun die Positionen aller Punkte mit einer Genauigkeit von 2540 dpi, oder 1/1000 mm gespeichert.

Erst nach dem Vektorisieren ist es überhaupt sinnvoll, die Teile zu korrigieren und perfekt aufeinander anzupassen. Das passiert aber erst später im 3D-Raum, wenn die Teile wirklich zusammenkommen.

Formen, die im Bausatz aus mehreren Teilen bestehen, sich aber am Stück darstellen lassen, wie z.B. beim langen Mittelteil des Rumpfes, werden bei der Vektorisierung zusammengefasst, also als durchgängige Form gezeichnet die nachher am Stück aus dem Material gewonnen wird.