JU-87-B STUKA - 3D-Modellumsetzung
St. Stoske, A. Reichenbach

START     ZURÜCK     WEITER

3D-Rekonstruktion
15. Leitwerk

Beim Leitwerk gibt es die ersten massiven Änderungen gegenüber des ursprünglichen Bauplans.
Passend zum dünnen Schlitz in der Kielrippe, besteht das Leitwerk in der einfachsten Variante nur aus einer flachen Brettform. In der erweiterten Version wird das Leitwerk zwar schon mit deutlichem Volumen über Rippen gebaut, selbige sind aber nicht vorgefertig, sondern müssen mit rechteckigen Brettchen und angesetzten Leisten selbst angefertigt werden. Freilich ersparen wir uns diesen Umstand und produzieren die Rippen und die meisten Randteile direkt aus den üblichen Materialien.

Im rechten Bild sieht man die Rahmen der kleinen Tragfläche, vorne für die Basis, mit etwas Abstand dahinter das Ruder. Sie werden aus Brettchen mit zwei mm Stärke gewonnen, ebenso wie die beiden Achsstäbe, die hochkant sechs mm und auf dem Bild bereits halbrund verschliffen sind. Dies ist auch bei der Nasenleiste der Fall, die ebenfalls sechs mm hoch ist aber neun mm tief.

Die Rippen sind 1,5 mm stark und über die Fläche hinweg von gleicher Form. Im Gegensatz zu den Rippen der großen Tragfläche haben die Rippen des Ruders keine Ausschnitte am Ende, sondern stecken in Schlitzen der Abschlußkante.

Wie schon mehrfach zuvor, sind auch hier nicht alle Teile sichtbar verschliffen, um die Formen für die Ausgabe nicht verändern zu müssen. Natürlich werden später auch die hintere Abschlußkante und das seitliche Ende geschliffen und sauber gerundet.

Das Ruder, mit einem Spalt von einem mm, sitzt hier ohne jede Befestigung am Flügel, im Modell muss ein entsprechendes Scharnier-Material zwischen die Achsstäbe gebracht werden, z.B. kleine Plastikquadrate die auf Rippenhöhe beidseitig eingesetzt werden, so wie auch im Bauplan vorgeschlagen.

Hier der fertige Flügel mit gespiegelter Gegenseite.

Rechts sehen wir den hinteren Teil des Rumpfes, so wie er bisher konstruiert ist.
Beim ursprünglichen Bausatz war man an dieser Stelle nun gezwungen ein gutes Stück vom oberen Ende des Rumpfes wieder zu entfernen, was äusserst schwierig sein kann und auch kaum sauber zu realisieren ist. Besonders, weil auch zwei Leisten abgeschnitten und mit einem neuen Winkelteil verbunden werden müssen.
Auch das Leitwerk ist in der ursprünglichen Fassung zweigeteilt und muss durch Hilfswinkel aufgebaut werden. Dies erschwert die Montage zusätzlich und erfordert eine hohe Genauigkeit bei der Ausführung. Jeder Flügel ist dann nur mit der oberen Kante der ersten Rippe mit dem Rumpf verbunden, die Schnittfläche liegt dann nur auf der Bespannung auf. Diese einfache Lösung vermeidet zwar den schwierigen Übergang zwischen Flügel und Rumpffläche, ist aber für dieses Projekt nicht akzeptabel.

Die erste Verbesserung haben wir schon ausgeführt, nämlich den Flügel am Stück zu erstellen. Es gibt keine Hilfswinkel mehr und auch andere Teile fallen weg - die Konstruktion läßt sicher leichter anfertigen.

Die Kielrippe wird nun passend gekürzt und auf beiden Seiten des Rumpfes werden kleine Brettchen als Einfassungen platziert. Ein Ausschnitt in der Form des geschliffenen Flügels, quer durch Einfassungen und Kielrippe, erlaubt das einfache Durchschieben der Tragfläche. In diesem Falle darf das Ruder natürlich noch nicht angebracht sein.

Allerdings wäre es auch möglich, Einfassungen und Kielrippe mit kleinen Schnitten nach oben wieder zu öffnen, um die Tragfläche erstmal nur aufkleben zu können. Dann dürften die Ruder schon vorab montiert sein, die abgetrennten Teile müssen aber anschliessend wieder an die alten Positionen geklebt werden.

Links sehen wir nun den korrigierten Rumpf. Auf die oberen Kanten der Einfassungen und der Kielrippe wird noch ein abdeckendes Teil geklebt, ebenso ein kleines Winkelstück vorne, dass nun die zwei Leisten an dieser Stelle aufnimmt.
Auf diese Auflagefläche wird nachher das Seitenleitwerk geklebt.

Das Seitenleitwerk wird genauso aufgebaut wie zuvor das Höhenleitwerk, auch die Materialstärken sind identisch. Auch hier stecken die fertigen Rippen in Schlitzen der Abschlussleiste und auch hier fehlt die Verschleifung der Aussenkanten.

Die Abbildungen zeigen nicht den letzten Stand dieses Körpers, einige Änderungen, wie z.B. die Länge der Achsstäbe, sind erst auf den folgenden Seiten richtig dargestellt.

Leitwerk und Rumpf in fertiger Fassung.

Mit diesen Teilen und Formen wird also in Zukunft das Modell direkt gebaut, nachträgliche Korrekturen oder Änderungen gibt es nicht mehr. Die Kielrippe hat nun von Anfang an dieses flügelförmige Loch, die Version mit dem dünnen Schlitz ist nicht mehr existent.

An dieser Stelle werden die Vorteile der virtuellen Konstruktion sehr deutlich, denn sie nimmt schwierige Arbeitsschritte und ganze Prozesse vorweg, sodass sie sich erübrigen. Der Prozess wird direkt in die endgültigen Formen übersetzt, die sich dafür aber auch immer mehr vom ursprünglichen Original entfernen.

Am Flügelrand wird noch ein Achsschutz angebracht, dessen Form nicht dem Original entspricht, sondern dem Ruderwinkel angepasst wurde.