JU-87-B STUKA - 3D-Modellumsetzung
St. Stoske, A. Reichenbach

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3D-Rekonstruktion
13. Flügelbasis

Im Laufe des Projektes ergeben sich häufig Optimierungen die sich positiv auf die folgenden Schritte auswirken - machmal aber auch rückwirkend angewendet werden.
So lassen sich die zahlreichen Aussparungen in den Formen zwar sehr leicht verschieben, aber die äussere Gesamtform ist nur schwer zu kontrollieren weil sie aus mehreren Stücken besteht.

Deshalb sparen wir uns diese Ausschnitte zukünftig schon beim Vektorisieren, und markieren diese nur mit einem kleinen Strich, der nicht mit-extrudiert wird. Auch für die schon vorhanden Spanten verfahren wir so, d.h. wir entfernen alle schon existierenden Ausschnitte. Erst am Schluß, wenn sämtliche Leisten korrekt liegen und alle Teile sauber ineinanderstecken, werden die notwendigen Ausschnitte dann komplett angelegt.

Wir fahren mit der Flügelbasis fort, hier sehen wir zum ersten Mal die fehlenden Ausschnitte (die kleinen Striche sind hier nicht sichtbar). Die Mittelrippe und die drei Querteile werden direkt an die korrekte Stelle unter den Rumpf gesetzt und sauber daran angepasst.

Hier sind drei weitere Rippen eingesetzt, sie sind bis auf die späteren Ausschnitte identisch. Nur die mittlere Rippe steht im Winkel und ist ein klein wenig niedriger, die anderen sind genau gerade. Natürlich passt die Mittelrippe genau zur Kielrippe des Rumpfes, ebenso sitzt die folgende Rippe bündig zum Flügelansatz.

Die hintere Kante besteht aus festen Formen, die aus angegebenen drei mm dicken Brettchen stammen sollen. Anhand des Rippenbogens und der Kielrippe wird aber deutlich, dass dies zuviel ist, selbst ein angenommenes zölliges Maß von 2,54 mm (1/10 ") erlaubt nur eine sehr geringe Auflagefläche der Rippen. Es zeigt sich, dass zwei Millimeter Dicke und zwölf mm Tiefe (statt 12,5) optimal sind, die Rippen liegen dann zu zwei Drittel auf der Kante und stossen zur Hälfte bündig an. Verlängert man den Bogen, wird die Kante nur um 0,5 mm beschliffen und behält einen senkrechten Abschluss von 1,5 mm. Im 3D-Modell wird diese Kante wie eine Leiste flexibel angelegt, sodass sie sauber abschliesst und wie geschliffen dargestellt wird. Dafür müssen die Formen aber am Ende erst explizit erzeugt werden.

Die vordere Kante ist im Plan mit einem quadratischen Stab von 1/4 Zoll beschrieben (6,35 mm), das beiliegende metrische Material ist mit 6,5 mm gut übersetzt. Im 3D-Modell gemessen, würde der Stab auf eine Höhe von genau 6 mm geschliffen um zum Rippenbogen zu passen. Also legen wir diesen Stab grundsätzlich auf 6 mm im Quadrat fest. Da es hier sowieso keine Formen gibt, kann auch diese Kante im 3D-Modell als flexible Leiste dargestellt werden - wie geschliffen. Vorne bleibt ein senkrechter Abschluß von 0,5 mm.
Das vordere Querteil dazwischen ist eine feste Form, hier kann die Schleifung wie schon beim Rumpf nicht dargestellt werden, ohne das sich auch die Form verändert. Da wir sie aber später genau so brauchen, bleibt sie im Modell überstehend.

Im linken Bild ist die fertige Tragflächenbasis mit den eingezogenen Querleisten zu sehen. Diese stehen absichtlich etwas über, um eine bessere Verklebung zu ermöglichen. In der Höhe müssen sie real beschliffen werden, im 3D-Modell ragen sie über die Fläche hinaus.

Die gegenüberliegende Teile werden natürlich wieder durch Spiegeln erzeugt, auch die Querleisten und Abschlußkanten existieren nur bis zur Mittelachse.

Die Tragfläche selbst liegt übrigens nicht gerade zum Rumpf, sondern ist um 1,5 Grad nach hinten geneigt. Dies war im Plan nirgends vermerkt und nur an einer einzigen Stelle undeutlich zu erkennen, aber nur so passen die Kurven von Kielrippe und Flügelansatz genau zur Kurve der Flügelrippen - was durch den präzisen Basis-Rumpf sehr genau zu ermitteln war.