JU-87-B STUKA - 3D-Modellumsetzung
St. Stoske, A. Reichenbach

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2. SuperBalsa

Beim Bau eines Flugmodells ist natürlich das Gewicht ein wesentlicher Faktor, deshalb besteht der Körper auch nur aus einem Skelett und dünner Haut. Im kleinen Maßstab, wenn die Kräfte und Gewichte gering sind, wird als Hauptmaterial Balsaholz verwendet, dass im Besonderen äußerst leicht, aber auch nicht sonderlich stabil ist.

Der zweite wesentlich Faktor ist aber die Stabilität, deshalb funktioniert Balsaholz auch nur bei kleineren Maßstäben. Wird das Modell größer, dann müssen auch schnell besonders beanspruchte Teile in Flugzeugsperrholz oder anderen härteren Hölzern erstellt werden.

Angesichts der vielen Arbeitsstunden und der Liebe und Mühe die für das Modell verwendet wurden, sollte man die Stabilität zum wesentlichen Faktor machen, ganz besonders wenn es auch fliegen soll.

Wer etwas zusätzliche Mühe nicht scheut, und in der Lage ist, zwei Brettchen aufeinander zu kleben und diese etwas zu verschleifen, der kann sich mit SuperBalsa eine sehr wirksame Alternative schaffen, die auch in anderen Punkten recht nützlich ist. Die Methode ist äußerst simpel, weil sie die typische Schwäche des Balsaholzes kompenisert und bei gleichem Gewicht die Stabilität auf mehr als das Doppelte erhöht - deshalb nenne ich das scherzhaft SuperBalsa.

Links sehen wir ein Brettchen mit unserer Hauptstärke von 1,5 mm. Durch die recht großen und sehr luftigen Fasern von Balsaholz ist die Stabilität stark von der Richtung der Fasern abhängig. Das Brettchen ist in Faserrichtung deutlich stabiler als gegen die Faserrichtung. Das kleine Diagramm stellt eine definierte Kraftaufnahme in beiden Richtungen dar.

Für SuperBalsa werden einfach zwei entsprechend dünnere Brettchen derselben Größe aufeinander geklebt, wobei eines der Brettchen aber um 90 Grad gedreht wird.
Dadurch hebt sich die Richtungsschwäche vollständig auf und die Stabilität erhöht sich wesentlich. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass beide Flächen gleich dick sind. Da nicht in allen Fällen genau die halbe Stärke zur Verfügung steht, muss die Fäche unter Umständen anschliessend wieder auf die gewünschte Dicke reduziert, sprich geschliffen werden.

Rechts das Brettchen aus zwei Hälften, bei der die vordere Hälfte gedreht wurde, das Diagramm verdeutlicht wieder die Kraftaufnahme, die sich mehr als verdoppelt hat.

SuperBalsa ist sinnvoll bei Spanten und Rippen, langen und flächigen Teilen, nur besonders penible Bastler würden auch die Leisten damit erstellen. Gänzlich überflüssig ist dieser Aufwand bei Schichtfomen und Teilen die über große Flächen verklebt werden.